Stefanos Tsialis ist seit 2014 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Athener Staatsorchesters. In den vier Jahren seiner Amtszeit ist es ihm gelungen die Besucherzahlen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen, um mehr als 40 Prozent zu erhöhen.

In der aktuellen Spielzeit 2018/2019 erfolgen Wiedereinladungen beim Qatar Philharmonic, bei dem Saarländischen Staatsorchester, der Philharmonie Südwestfalen, der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach und dem Orchester des Teatro Massimo Bellini. Stefanos Tsialis wird darüber hinaus das Philharmonische Orchester der Stadt Münster, die Krakauer Philharmonie und das National Greek Radio Orchestra leiten. Seit mehreren Jahren widmet sich Stefanos Tsialis auch der Aufführung und Aufnahme von Filmmusik.   

Am 8.9.2018 bestritt er das Eröffnungskonzert der Jubiläumssaison des Qatar Philharmonic mit Strauss' "Domestica".

Stefanos Tsialis hat mit mehr als 80 Orchestern in vielen E.U. Ländern, in den USA, Kanada, Russland, in der Türkei, Südafrika und Kuba zusammen gearbeitet. Darunter sind u.a. das Orchestre Symphonique de Montréal, das Kopenhagener Philharmonische Orchester, das Qatar Philharmonic Orchestra, das MDR Sinfonieorchester Leipzig, die Stuttgarter, Nürnberger und Dortmunder Philharmoniker, die Hamburger, Berliner und Nürnberger Symphoniker, das Saarländische Staatsorchester, die Slowenische Philharmonie, das Wiener Tonkünstlerorchester, das Winnipeg Symphony, das Aarhus Symfoniorkester, das Stavanger Symfoniorkester, die Staatskapelle Weimar, die Philharmonischen Orchester der Oper Bologna und des Teatro Massimo Bellini, das Haydn Orchester Bolzano und die „George Enescu“ Philharmonie Bukarest.

Zusätzlich zu seinen Verpflichtungen in Athen wird Stefanos Tsialis außerdem regelmäßig von dem Qatar Philharmonic Orchestra, den Hamburger Symphonikern, der Thüringen Philharmonie Gotha und dem Staatsorchester Thessaloniki eingeladen.

Geboren 1964 als Sohn einer Dänin und eines Griechen in Ermoupolis, Griechenland, studierte er Klavier am Neuen Konservatorium in Thessaloniki und danach Musikwissenschaften an der Universität in Kopenhagen. Anschließend vollendete er seine Ausbildung mit Auszeichnung an der Wiener Musikhochschule in den Fächern „Dirigieren" und „Korrepetition" und absolvierte Meisterkurse u. a. bei Leonard Bernstein, Vaclav Neumann und Rolf Reuter. Er spricht acht Sprachen.

Nach seinem ersten Engagement als 2. Kapellmeister und Studienleiter am Staatstheater Meinigen war Stefanos Tsialis 1996 Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung, von 1997 bis 2004 Chefdirigent der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie sowie von 2001 bis 2004 ständiger Gastdirigent der Berliner Symphoniker. Anschließend wurde er erneut vom Staatstheater Meinigen als 1. Kapellmeister und stellv. Generalmusikdirektor verpflichtet (2005-2009) und war von 2009 bis 2013 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Thüringen Philharmonie Gotha.

Im Opernbereich arbeitete Stefanos Tsialis mit Regisseuren wie Peter Konwitschny, August Everding und Christine Mielitz zusammen und dirigierte unter vielen anderen Opern wie “Elektra“, “Salome“, “Wozzeck“, “Jenufa“ und “Mona Lisa“.

1995 brachte er die Oper „Medea“ von Mikis Theodorakis´ in Meiningen zur deutschen Erstaufführung. Es war der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Komponisten. Heute gilt Stefanos Tsialis als weltweit führender Interpret seines Landsmannes. 

Er nahm an vielen renommierten Festivals teil, wie dem Festival van Vlaanderen, den „Händelfestspielen Halle“, dem  „Tivoli Festival“ in Kopenhagen, dem Athener Festival, dem „Braunschweig Classix“ Festival, dem "Lisbon-Estoril Festival" sowie dem „Hamburger Musikfest“.

Stefanos Tsialis hat CD-Produktionen für die Labels Genuin und Centaur eingespielt sowie in Fernseh- und Rundfunkaufnahmen für die ARD, Deutschland Radio Kultur, den MDR, den NDR, den italienischen, rumänischen, griechischen und südafrikanischen Rundfunk mitgewirkt.

In 2019 erscheint eine Aufnahme für "NAXOS" mit Werken von Nikos Skalkottas aufgeführt vom Athener Staatsorchester.